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Die Sonne
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Die Sonne ist so breit wie ein menschlicher Fuß. (Heraklit)
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Der Sonne verdanken wir unsere Existenz. Sie sie spendet uns Energie und Licht, um das Leben auf der Erde aufrechtzuerhalten. Sie ist etwa 1,46 Mio. Kilometer von der Erde entfernt, und ihr Licht benötigt mehr als acht Minuten, um zu uns zu gelangen. Ihr Durchmesser beträgt etwa das 110fache des Erddurchmessers.
Die Sonne ist ein rotierender Gasball, in dessen Innern überaus dynamische Prozesse ablaufen. Mehr dazu auf den einzelnen Seiten.
Unsere Sonne ist neben dem Mond das am leichtesten zu beobachtende astronomische Objekt am Himmel. Und sie der einzige Stern, dessen Oberfläche sich direkt beobachten läßt. Gleichzeitig muß man gerade bei ihrer Beobachtung mit Fernglas oder Teleskop größte Vorsicht walten lassen. Wer mit dem ungeschützen Auge durch ein Teleskop oder ein Fernglas blickt, riskiert sein Augenlicht! Bitte also unbedingt beachten:
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- Niemals mit dem ungeschützten Auge durch ein normales Fernglas oder Teleskop in die Sonne blicken
- Das Sonnenlicht unbedingt vor Eintritt in das Teleskop oder Fernglas filtern und nicht erst vor dem Okular
- Nur geeignete, speziell für die Sonnenbeobachtung entwickelte Schutzfolie oder Filterglas verwenden
- Dafür sorgen, daß die Schutzfolie/der Filter festsitzt und nicht verrutschen oder herunterfallen kann
- Eventuell vorhandenes Sucherfernrohr vor der Beobachtung abdecken oder besser abmontieren
- Das auf die Sonne gerichtete Fernglas oder Teleskop nicht unbeaufsichtigt lassen
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Sonne im Weißlicht (mit vorgesetzter Filterfolie)
Sonne im Licht des angeregten Wasserstoffs (Hα)
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Welche Möglichkeiten zur gefahrlosen Sonnenbeoachtung gibt es?
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Die einfachste Möglichkeit besteht darin, das Abbild der Sonne durch das Teleskop auf eine weiße Fläche, etwa einen Karton, zu projizieren. Die Beobachtung des Sonnenbildes auf dem Karton birgt keine Gefahren. Sonnenflecken lassen sich so gut beobachten, fotografieren oder abzeichnen.
Allerdings besteht die Gefahr, daß das Objektiv (je nach Bauart Linse oder Spiegel) bei längerer Benutzung zu heiß wird, denn die Sonnenstrahlen durchlaufen ja ungefiltert die Optik.Auch nur mit einigem handwerklichem Aufwand herzustellen und nicht ganz billig ist Der Protuberanzenansatz. In den Strahlengang des Teleskops wird eine Kegelblende so eingebracht, daß sie die Sonne bedeckt und nur die über den Sonnenrand hinausragenden Protuberanzen zu sehen sind.
Da die Sonne aufgrund des variierenden Abstandes zur Erde am Himmel unterschiedlich groß erscheint, benötigt man einen ganzen Satz Kegelblenden unterschiedlichsten Durchmessers. Allerdings können keine Phänomene auf der Sonnenoberfläche beobachtet werden.
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Möglichkeit drei: Eine spezielle Sonnenschutzfolie, erhältlich im Fachhandel. Man bastelt sich mit etwas Geschick eine Fassung, in die man die Folie einfügt. Dieser Filter wird von vorn, mit der Öffnung auf die Sonne gerichtet, auf das Teleskop aufgesteckt. Der Filter muß straff sitzen, damit er nicht während der Beobachtung etwa durch einen Windstoß oder beim Schwenken des Teleskops herabfallen kann. Die Vorteile dieser Methode: Preiswert. Und Teleskope mit großer Öffnung können ihr hohes Auflösungsvermögen nutzen.
Damit lassen sich sowohl Sonnenflecken als auch Flares beobachten. Wer die Möglichkeit hat, an sein Teleskop eine Webcam oder Kamera anzubringen, kann auf seinen Aufnahmen auch noch die einzelnen Granulen darstellen, die die Sonnenoberfläche wie Seifenschaum überziehen.
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Die noch teurere, aber gefahrloseste Variante: Ein speziell für die Beobachtung der Sonne entwickeltes Teleskop, das einen Wärmeschutzfilter sowie einen sehr schmalbandigen Durchlaßfilter enthält, der nur das Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge durchläßt. Es gibt zwei Varianten von Filtern: Sogenannte Hα- sowie CaK- Filter, mit denen sich die Sonne im Licht des angeregten Wasserstoffs bzw. des Kalziums betrachten läßt. Die wegen der erforderlichen Präzision aufwendigen Produktionskosten für die Filter treiben die Preise in die Höhe, so daß die einigermaßen erschwinglichen Teleskope nur kleine Öffnungen haben.
Damit läßt sich die ganze Palette der im sichtbaren Licht erkennbaren Phänomene der Sonne beobachten: Protuberanzen am Sonnnenrand, Filamente, Sonnenflecken, Flares, Granulen.