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Colosseum
Kassel, Theaterstübchen, 1.10.2023
Colosseum
»The Return Of A Legend«

So alt wie ihr Namensgeber, das Colosseum in Rom sind sie noch nicht, aber ihr Name steht für Beständigkeit: Seit mehr als einem halben Jahrhundert spielt die Band eine hochklassige Mischung aus Jazz, Rock und Blues. Und es sind mittlerweile 28 Jahre vergangen, seit ich sie zum letzten Mal in einem Konzert erleben durfte. Die Band legte in den vergangenen Jahren immer mal wieder längere Pausen ein. Umso erfreulicher, daß sie seit Mitte 2022 unter dem Motto »The Return Of A Legend« wieder auf Tour sind.

Am 1.Oktober.2023 spielten sie in Kassel im »Theaterstübchen«, einer kleinen, aber feinen Bühne, die sich als Veranstaltungsort für Jazz, Rock und viele ander musikalische Strömungen einen Namen gemacht hat.
Colosseum
Leider ist auch die Zeit nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Dick Heckstall-Smith starb am 17. Dezember 2004, wenige Monate nach seinem 70. Geburtstag an den Folgen einer Krebserkrankung. John Hiseman, ebenfalls ein Gründungsmitglied, verstarb vor fünf Jahren an einem Tumor, und seine Ehefrau, Barbara Thompson, die den Part für für Heckstall-Smith übernahm, folgte ihm im Juni 2022. Leider auch nicht mehr dabei ist Dave Greenslade, dessen Keyboardspiel mich immer fasziniert hat. Er hat sich offenbar aus dem Musikerleben zurückgezogen.

Und so konnte ich drei für mich neue Bandmitglieder kennenlernen. Charakteristisch für Colosseum ist aber, daß sie ihre Musik unabhängig von der jeweiligen Besetzung immer auf einem hohen Niveau vorgetragen haben.

Und hier ist das Line-Up für diesen Abend, verbunden mit einer kleinen Überraschung:
Chris Farlowe Clem Clempson
Auf meiner Webseite von 1995 habe ich als Letzten vorgestellt; hier kommt er zuerst: Chris Farlowe, der stimmgewaltige Frontmann der Band, mittlerweile schon (fast) 83 Jahre alt.

An seiner rechten Seite der Leadgitarrist und Bandleader Dave »Clem« Clempson, der im nächsten Jahr seine 60jährige Zugehörigkeit zur Band feiern kann. Auch er hat nichts von seiner Virtuosität eingebüßt.
Mark Clarke Farlowe Kim Nishikawara
Auch der Baßgitarrist Mark Clarke ist langjähriges Bandmitglied und mir noch gut in Erinnerung. Er spielt einen soliden Baß, singt mit viel Hingabe, hält sich ansonsten eher etwas im Hintergrund.

Kim Nishikawara setzt die Tradition von Heckstall-Smith und Thompson fort, denn Saxophon und Flöte sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Musik von Colosseum.
Chris Farlowe Clem Clempson
Kein Colosseum ohne Keyboards: Nachdem sich Greenslade - immerhin auch schon achtzig Jahre alt - zurückgezogen hat, greift Nick Steed für die Band in die Tasten.

Und das war die Überraschung für uns Besucher: Am Schlagzeug saß nicht wie erwartet Malcolm Mortimore. Der war, wie Chris Farlowe verkündete, kurzfristig ausgefallen, wegen einer dringenden Familienangelegenheit. Für ihn sprang Gary O'Toole ein, der früher lange Zeit in der Steve-Hackett-Band trommelte und der in mehreren Genres zuhause ist, im Rock ebenso wie in Jazz.
Colosseum
Insgesamt spielte die Band - einschließlich einer 20minütigen Pause - in zweieinhalb Stunden zwölf Titel, davon vier (*) von ihrem letzten Album »Restoration«. Und das ist die Setlist für diesen Abend:

1st Set:

No Pleasin'
First in Line *
Need Somebody *
Tomorrow's Blues
Elegy
Valentyne Suite

2nd Set:

Story of the Blues *
Call It Stormy Monday
A Cowboy's Song *
Morning Story
Lost Angeles

Encore
Theme for an Imaginary Western
Zum Schluß noch zwei meiner Mitschnitte: Die 22minütige »Valentyne Suite« sowie
die Zugabe, »Theme for an Imaginary Western«.