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Joe Cocker
Leipzig, arena, 5.11.2010


Joe Cocker
Zum letzten - und bisher einzigen - Mal hatte ich Joe Cocker im Juni 1995 im Konzert erlebt. Nun kam es zu einem Wiedersehen nach 15 Jahren.

Im Sommer hatte Joe Cocker sein 22. Album unter dem Titel »Hard knocks« (Nackenschläge) herausgebracht, das in Deutschland prompt einen Spitzenplatz eroberte. Unter dem gleichen Motto stand auch seine Tournee, die ihn in diesem Herbst durch Europa führte. Im Gepäck hatte er neben erfreulich vielen Klassikern auch vier Stücke aus seinem neuen Album (unten in der Setliste mit * gekennzeichnet). In Leipzig hatte ich das Vergnügen, ihn zusammen mit 8000 Zuschauern in einem fast zweistündigen Konzert live zu erleben.
Joe Cocker und Band
Joe Cocker
Neben seinen beiden Tänzerinnen begleiteten ihn diese Musiker (im Bild oben von links nach rechts auf der Bühne):

Norbert Fimpel (sax, harm, acc, perc)
Oneida James-Rebeccu (bg)
Nick Milo (p, kbd)
Jack Bruno (dr)
Mike Finnigan (hamm)
Gene Black (g)

Joe Cockers Fingerspiele
Während seine Band nach und nach auf der dunklen Bühne erschien, wurde auf die Bühnenleinwand der Weg Cockers vom Backstage zur Bühne projiziert, und dann betrat er die Bühne, ganz in Schwarz gekleidet, im Nadelstreifenjackett (das er allerdings nach dem ersten Song schnell ablegte).

Mit »Get On«, einem Song aus dem neuen Album, begann er das Konzert. Die nächsten Songs waren Klassiker, das rhythmische »Feeling Alright« von Traffic, »The Letter« von den Box Tops und Bryan Adams' »When the Night comes«.

Es ist noch immer so, wie ich es bereits vor 15 Jahren schrieb: Mit den Jahren ist er eher immer besser geworden. Seine Stimme hat nichts an Fülle und Ausdruckskraft eingebüßt, bei leisen Stücken wie »You Are So Beautiful« oder »When the Night Comes« ebenso wie bei dem kraftvollen »Hitchcock Railway«.
Joe Cocker und Band
Joe Cocker spielt Luftgitarre
Joe Cocker ist immer in Bewegung; vor allem seine Gestik, die noch immer etwas unbeholfen wirkt, ist ja eines seiner Markenzeichen. Seine Finger krümmten und streckten sich, trommelten den Takt oder begleiteten seine Band auch mal auf der Luftgitarre.
Joe Cockers Schrei

Auf den berühmten Cocker-Schrei warteten alle gespannt, als er den Titel sang, mit dem seine Karriere begann: »With a Little Help from My Friends«. Leider übertrug sich die Erregung auf meine Kamera - und an der entscheidenden Stelle war die Bildsequenz verwackelt :-(
Joe Cocker: Geschafft
Damit war der Hauptteil des Konzerts beendet. Unter dem Beifall des Publikums erschien Cocker erneut auf der Bühne und gab zwei Zugaben; beides ebenfalls Klassiker: den Beatles- Titel »She Came in Through the Bathroom Window« und »Cry Me a River«.

Eine Zugabe reichte dem Publikum noch nicht, und auch Cocker hatte noch Lust auf mehr. Mit »Thankful«, einem Song des neuen Albums, ging ein großartiges Konzert zu Ende. Dankbar traten am Ende auch die Besucher den Heimweg an.
Joe Cocker
Hier noch einmal die Setliste:

  • Get On (*)
  • Feelin' Alright
  • The Letter
  • When the Night Comes
  • Unforgiven (*)
  • Summer in the City
  • The Simple Things
  • Up Where We Belong
  • You Are So Beautiful
  • Hard Knocks (*)
  • Hitchcock Railway
  • N'oubliez jamais
  • Come Together
  • You Can Leave Your Hat On
  • Unchain My Heart
  • With a Little Help from My Friends
  •  
  • ————————— 1. Zugabe ————————
  •  
  • She Came in Through the Bathroom Window
  • Cry Me a River
  • ————————— 2. Zugabe ————————
  • Thankful (*)
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