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Polarlichtinfo




Heute wissen wir daß Polarlichter ihren Ursprung in der Sonnenaktivität haben. Der Sonnenwind - Teilchen hoher Energie - trifft auf das Magnetfeld der Erde, verformt es und wird von ihm (vorrangig in der Nähe der magnetischen Pole) in die oberen Regionen unserer Atmosphäre gelenkt. Dort geben die Teilchen ihre Energie an die Moleküle der Luft ab und regen sie so zum Leuchten an.

Durch Messung des Sonnenwinds und des Magnetfeldes kann man also die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Polarlicht vorhersagen. Zusätzliche Informationen liefern Satelliten, die die Sonne permanent beobachten. Die ermittelten aktuellen Daten stellen verschiedene Organisationen grafisch aufbereitet ins Netz. Die wichtigsten habe ich auf dieser Seite verlinkt.




Status Status
Erläuterung



Der Solarwind [2]

Auf der x-Achse ist die Geschwindigkeit des Sonnenwindes dargestellt, auf der y-Achse die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Polarlicht wird durch die Richtung des Pfeils symbolisiert. Zeigt die Spitze in das rote Feld, kann mit Polarlicht gerechnet werden, Grün bedeutet Entwarnung.

Die Farbe des Punktes im Innern des kleinen Rechtecks am Pfeil gibt Auskunft über die Teilchendichte des Sonnenwindes:



Der Kp-Index [1]

Er zeigt den Grad der Beeinflussung des irdischen Magnetfeldes durch den Sonnenwind an; ist also ein indirekter Anzeiger für die Stärke des Sonnenwindes. Er wird als Mittelwert aus den Daten von mehreren Meßstationen rund um die Erde errechnet und als ganze Zahl dargestellt. Das Zeitintervall zwischen zwei Meßreihen beträgt drei Stunden; der momentan angezeigte Wert ist also nicht immer ganz aktuell.

Unter einen Wert von 4 sind in Deutschland keine Polarlichter zu erwarten. Mit steigendem Wert steigt die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens, wobei die nördlichsten Gebiete gegnüber südlichen Breiten immer im Vorteil sind.



Das Sichtbarkeitsoval [3]

Diese Grafik enthält zwei Informationen: Die Größe des Ovals zeigt die Reichweite des Gebietes an, innerhalb dessen man Polarlichter sehen kann, und seine Farbe die Aktivität des Sonnenwindes.

Solange das Oval grün gefärbt ist, herrscht normale Aktivität. Mit steigender Aktivität wechseln die Farben über Braun und Orange und Rot bis hin zu Hellrot.

Wenn das Oval bis an den Rand Deutschlands reicht und mindestens braun bis rot ist, kann mit Polarlicht gerechnet werden.



Aktuelles Polarlichtoval [4]

Diese Grafik zeigt die momentane Polarlichtaktivität. Die Farbkala ist logarithmisch aufgebaut und stellt einen Wertebereich von von 0 ... 10 erg / (cm2 • s) dar. Der Wert von 9 entspricht etwa einem Kp-Index von 5. Für die Vorhersage von Polarlichtern ist die Grafik eher ungeeignet und wird hier nur als zusätzliche Information abgeboten.




Erläuterung zur Intensitätsskala (links: solare Gammastrahlung / rechts: geomagnetisches Feld)

Ruhig (< 10-6 W/m2)
Aktiv (≥ 10-6 W/m2)
Flare der Klasse M (≥ 10-5 W/m2)
Flare der Klasse X (≥ 10-4 W/m2)
Außergewöhnliches X-Flare (≥ 103 W/m2)
Ruhig
Aktiv
Sturm



Quellen (externe Links):

[1] www.n3kl.org
[2] www.ips.gov.au
[3] www.spacew.com
[4] www.swpc.noaa.gov


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