Polarlichtinfo
Als die Menschen des Nordens die Natur des Polarlichtes noch nicht erkannten, glaubten sie, daß böse Geister über den Himmel fuhren und ihr Unwesen trieben. Wer einmal hoch im Norden (oder Süden) das Spiel der Polarlichter, das lautlose Wabern, Entstehen und Vergehen der verschlungenen Formen beobachten durfte, kann vielleicht das Entsetzen unserer ahnungslosen Altvorderen - denen es nie an Phantasie mangelte - nachvollziehen.
Sie rannten also in ihre Häuser, verhängten die Fenster und versteckten sich, damit die Dämonen sie unbehelligt ließen. Damit beraubten sie sich eines der schönsten und eindrucksvollsten Ereignisse, die am Himmel zu beobachten sind.
Sie rannten also in ihre Häuser, verhängten die Fenster und versteckten sich, damit die Dämonen sie unbehelligt ließen. Damit beraubten sie sich eines der schönsten und eindrucksvollsten Ereignisse, die am Himmel zu beobachten sind.
Heute wissen wir daß Polarlichter ihren Ursprung in der Sonnenaktivität haben. Der Sonnenwind - Teilchen hoher Energie - trifft auf das Magnetfeld der Erde, verformt es und wird von ihm (vorrangig in der Nähe der magnetischen Pole) in die oberen Regionen unserer Atmosphäre gelenkt. Dort geben die Teilchen ihre Energie an die Moleküle der Luft ab und regen sie so zum Leuchten an.
Durch Messung des Sonnenwinds und des Magnetfeldes kann man also die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Polarlicht vorhersagen. Zusätzliche Informationen liefern Satelliten, die die Sonne permanent beobachten. Die ermittelten aktuellen Daten stellen verschiedene Organisationen grafisch aufbereitet ins Netz. Die wichtigsten habe ich auf dieser Seite verlinkt.
Durch Messung des Sonnenwinds und des Magnetfeldes kann man also die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Polarlicht vorhersagen. Zusätzliche Informationen liefern Satelliten, die die Sonne permanent beobachten. Die ermittelten aktuellen Daten stellen verschiedene Organisationen grafisch aufbereitet ins Netz. Die wichtigsten habe ich auf dieser Seite verlinkt.
Der Solarwind [2]
Auf der x-Achse ist die Geschwindigkeit des Sonnenwindes dargestellt, auf der y-Achse die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Polarlicht wird durch die Richtung des Pfeils symbolisiert. Zeigt die Spitze in das rote Feld, kann mit Polarlicht gerechnet werden, Grün bedeutet Entwarnung.
Die Farbe des Punktes im Innern des kleinen Rechtecks am Pfeil gibt Auskunft über die Teilchendichte des Sonnenwindes:
Auf der x-Achse ist die Geschwindigkeit des Sonnenwindes dargestellt, auf der y-Achse die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Polarlicht wird durch die Richtung des Pfeils symbolisiert. Zeigt die Spitze in das rote Feld, kann mit Polarlicht gerechnet werden, Grün bedeutet Entwarnung.
Die Farbe des Punktes im Innern des kleinen Rechtecks am Pfeil gibt Auskunft über die Teilchendichte des Sonnenwindes:
- Grün: < 4
- Gelb: ≥ 5 , ≤ 9
- Rot: > 10
Der Kp-Index [1]
Er zeigt den Grad der Beeinflussung des irdischen Magnetfeldes durch den Sonnenwind an; ist also ein indirekter Anzeiger für die Stärke des Sonnenwindes. Er wird als Mittelwert aus den Daten von mehreren Meßstationen rund um die Erde errechnet und als ganze Zahl dargestellt. Das Zeitintervall zwischen zwei Meßreihen beträgt drei Stunden; der momentan angezeigte Wert ist also nicht immer ganz aktuell.
Unter einen Wert von 4 sind in Deutschland keine Polarlichter zu erwarten. Mit steigendem Wert steigt die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens, wobei die nördlichsten Gebiete gegnüber südlichen Breiten immer im Vorteil sind.
Er zeigt den Grad der Beeinflussung des irdischen Magnetfeldes durch den Sonnenwind an; ist also ein indirekter Anzeiger für die Stärke des Sonnenwindes. Er wird als Mittelwert aus den Daten von mehreren Meßstationen rund um die Erde errechnet und als ganze Zahl dargestellt. Das Zeitintervall zwischen zwei Meßreihen beträgt drei Stunden; der momentan angezeigte Wert ist also nicht immer ganz aktuell.
Unter einen Wert von 4 sind in Deutschland keine Polarlichter zu erwarten. Mit steigendem Wert steigt die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens, wobei die nördlichsten Gebiete gegnüber südlichen Breiten immer im Vorteil sind.
Das Sichtbarkeitsoval [3]
Diese Grafik enthält zwei Informationen: Die Größe des Ovals zeigt die Reichweite des Gebietes an, innerhalb dessen man Polarlichter sehen kann, und seine Farbe die Aktivität des Sonnenwindes.
Solange das Oval grün gefärbt ist, herrscht normale Aktivität. Mit steigender Aktivität wechseln die Farben über Braun und Orange und Rot bis hin zu Hellrot.
Wenn das Oval bis an den Rand Deutschlands reicht und mindestens braun bis rot ist, kann mit Polarlicht gerechnet werden.
Diese Grafik enthält zwei Informationen: Die Größe des Ovals zeigt die Reichweite des Gebietes an, innerhalb dessen man Polarlichter sehen kann, und seine Farbe die Aktivität des Sonnenwindes.
Solange das Oval grün gefärbt ist, herrscht normale Aktivität. Mit steigender Aktivität wechseln die Farben über Braun und Orange und Rot bis hin zu Hellrot.
Wenn das Oval bis an den Rand Deutschlands reicht und mindestens braun bis rot ist, kann mit Polarlicht gerechnet werden.
Aktuelles Polarlichtoval [4]
Diese Grafik zeigt die momentane Polarlichtaktivität. Die Farbkala ist logarithmisch aufgebaut und stellt einen Wertebereich von von 0 ... 10 erg / (cm2 • s) dar. Der Wert von 9 entspricht etwa einem Kp-Index von 5. Für die Vorhersage von Polarlichtern ist die Grafik eher ungeeignet und wird hier nur als zusätzliche Information abgeboten.
Diese Grafik zeigt die momentane Polarlichtaktivität. Die Farbkala ist logarithmisch aufgebaut und stellt einen Wertebereich von von 0 ... 10 erg / (cm2 • s) dar. Der Wert von 9 entspricht etwa einem Kp-Index von 5. Für die Vorhersage von Polarlichtern ist die Grafik eher ungeeignet und wird hier nur als zusätzliche Information abgeboten.
Erläuterung zur Intensitätsskala (links: solare Gammastrahlung / rechts: geomagnetisches Feld)
Ruhig (< 10-6 W/m2)
Aktiv (≥ 10-6 W/m2)
Flare der Klasse M (≥ 10-5 W/m2)
Flare der Klasse X (≥ 10-4 W/m2)
Außergewöhnliches X-Flare (≥ 103 W/m2)
Aktiv (≥ 10-6 W/m2)
Flare der Klasse M (≥ 10-5 W/m2)
Flare der Klasse X (≥ 10-4 W/m2)
Außergewöhnliches X-Flare (≥ 103 W/m2)
Ruhig
Aktiv
Sturm
Aktiv
Sturm
Quellen (externe Links):
[1] www.n3kl.org
[2] www.ips.gov.au
[3] www.spacew.com
[4] www.swpc.noaa.gov
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